Körperliche Kraft ist begrenzt - Ki ist unbegrenzt
Aikido ist eine gewaltfreie, traditionelle japanische Kampfkunst,
die auf der Philoso-phie des Miteinanders basiert.
Die japanischen Silben AI KI DO stehen für
Weg (DO) zur Harmonisierung
(AI) des Körpers mit der geistigen Kraft
(KI).
Begründer des AiKiDo war der japanische Meister Morihei Uyeshiba.
Die Aikidoka sprechen von ihm auch als "O'sensei". Ein Ausdruck
besonderer Hochachtung und besonderen Respekts für diesen bemerkenswerten
Menschen.
Die historischen Wurzeln des Aikido reichen über gute fünf Jahrhunderte
zurück und sind als bedeutender Teil japanischer Kultur zu verstehen.
Aikido ist in seiner Entwicklung nie zu einer Wettkampfsportart
mutiert. Es ist das geblieben, was es immer war: eine Budokunst,
die insbesondere die innere Kraft des Menschen kultiviert. Aikido
zu lernen ist altersunabhängig. Während in anderen Disziplinen (sportlich
wettkampforientiert) etwa mit dem dreißigsten Geburtstag die Seniorenzeit
(Mann-schaften der "alten Herren" etc.) beginnt, bietet Aikido für
jedes Alter die Chance, neu zu beginnen oder bereits vorhandenes
neu aufzustellen.
Eine der Grundaussagen Morihei Uyeshiba's lautete:
"Körperliche Kraft ist begrenzt, Ki ist
unbegrenzt!"
Er hielt seine Schüler an, ihr Ki (die geistige Kraft) ständig
durch Üben weiter zu entwickeln, damit der Wille den Körper kontrolliert
und nicht die mit zunehmenden Alter schwächer werdenden Muskeln.
Ueshiba hat auch den Satz geprägt, dass der Mensch erst ab etwa
dem 60. Lebensjahr in der Lage ist, Aikido mehr und mehr zu verstehen.
Im
Akatuki in Kiel wird nach der Methode von Meister Shimizu das Tendoryu-Aikido
trainiert. Shimizu Sensei war einer der letzten Uchi Deshi, also
"enger, persönlicher Schüler / Student" des Aikido-Begründers. Als
Kenji Shimizu persönlicher Schüler von O-Sensei wurde, war er bereits
ein hoch graduierter Judo-Meister. Kennzeichnend für seinen Stil
sind klare und schnörkellose Bewegungen. In einigen seiner Techniken
erkennt der Wissende gelegentlich die Nähe zum Judo (z.B. bei Opferwürfen)
wieder.
In den letzten Jahren finden immer mehr Menschen Gefallen am Aikido.
Woher kommt diese Beliebtheit? Beim Aikido liegt das wohl auch daran,
dass es kein Kampfsport ist, der nur dazu dient, einen Sieger festzustellen.
Aikido wird partnerschaftlich gemeinsam geübt, ohne Konkurrenz-
/ Wettkampfdenken. Jeder - ob jung, ob mittleren Alters, ob schon
älter, ob Frau, ob Kind oder Mann - kann ohne Bedenken daran teilnehmen.
Einzige Voraussetzung ist die Bereitschaft zu lernen und beständig
üben zu wollen.
Dies macht es auch für diejenigen attraktiv, die sich aus gesundheitlichen
Gründen irgendwie sportlich betätigen wollen oder müssen, und die
in der Welt der sportli-chen Wettkämpfe nicht mehr mitmachen wollen
oder können.
Ein weiterer und vielleicht wichtigerer Aspekt ist wohl auch der
Anspruch des Aikido hinsichtlich der Pflege von Etikette und Verhaltensweisen,
bei denen der pflegliche, respekt- und achtungsvolle Umgang miteinander
entschieden im Vordergrund stehen. Aspekte, die es in den westlichen
und wettkampforientierten Sportarten nicht gibt. Hinzu kommt natürlich
sicherlich auch eine gewisse Anziehungskraft für das Geheimnisvolle
des fernen Ostens, das Körper und Geist in Anspruch nimmt.
Aikidoka haben eine positive Lebenseinstellung. Sie benötigen keine
komplizierten Geräte und betrachten alle Übenden auf der Matte als
gleichwertige Übungspartner unabhängig von Alter und Geschlecht.
Der himmlische Weg (Tendo)
Ähnlich wie bei Zen-Praktiken werden auch im Aikido Körperhaltung
und innere Ein-stellung trainiert, die den Weg erleichtern, fördern
und unabhängiger von äußeren Einflüssen machen sollen. Das im Akatuki
praktizierte Tendoryu-Aikido zeichnet sich durch große, klare Bewegungen
aus und überzeugt durch Natürlichkeit und harmonischen Bewegungsfluss.
Die japanischen Schriftzeichen "TenDo" beschreiben zum einen den
Geburtsort- und zum anderen die Schule von Meister Kenji Shimizu,
Begründer des Tendoryu-Aikido.
Kenji Shimizu Sensei ist einer der bedeutendsten Aikidolehrer.
In den Jahren 1962 bis 1967 lernte er als persönlicher Meisterschüler
(Uchi-Deshi) des Aikido-Begründers Morihei Ueshiba das Aikido in
seiner intensivsten und besten Form kennen. Nach dem Tod des großen
Lehrers begründete Shimizu Sensei Anfang der siebziger Jahre den
Tendoryu-Aikido-Stil. Seit 1978 kommt er regelmäßig nach Europa
(Deutschland, Frankreich, Niederlande, Serbien etc.) und nach Amerika
(Mexiko). Seit neuestem ist Tendoryu-Aikido auch in Russland beheimatet
und findet hier mehr und mehr Anhänger. Im Gegenzug zu seinen Abstechern
ins Ausland besuchen ihn seine Schüler regelmäßig im Tendokan in
Tokio, um dort weiter und vertieft Aikido zu studieren.
Im Akatuki vermittelt Peter Nieblich Aikido (Tendoryu-Aikido-Stil)
exklusiv für Kiel, als von Meister Shimizu autorisierter Lehrer.
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